Mittwoch, 28. Juni 2017

Pseudopoesie #3


In zerrissenen Jeans barfuß am Strand entlanglaufen, 
mit Glitzer in der Luft, unsichtbaren Feuerwerken 
in meinem Herzen, einfach neben dir herlaufen, 
an den Horizont blicken und dich atmen hören.

Mittwoch, 14. Juni 2017

Pseudopoesie #2

Wir waren richtig gut zusammen.
Du warst mein Anker und mein Leuchtturm.
Du hast mich festgehalten und mir Wege gezeigt, die ich ohne dich nie gefunden hätte.
Aber irgendwann wollte ich frei sein. Irgendwann wollte ich eigene Wege finden.
Wir waren verdammt gut zusammen.

Und jetzt sind wir noch besser, weil wir waren.

Montag, 12. Juni 2017

Montagstipp | Apartment 23


Du machst mich zum schlechteren 
Menschen: ich fühl mich schlecht für Dinge, 
die mir früher scheißegal waren.
chloe | apartment 23

Die Zeit, die ich in den letzten Monaten damit verbringe auf Netflix Serien zu schauen, hat die Tendenz gegen Null zu gehen. Und mit schauen meine ich wirklich ansehen, nicht nach Folge eins aufzugeben, während der zweiten einzuschlafen, nach der fünften zu bemerken, dass man eigentlich seit der dritten nicht mehr wirklich in den Fernseher geschaut hat – ich denke, ihr wisst, was ich meine. Es ist wirklich Luxus, Stunden damit verbringen zu können, eine Serie zu schauen. 

Allen, denen es gleich geht wie mir und die witzige Serien mit extravaganten Charakteren, Gags voller Sarkasmus und Ironie, die immer einen arroganten Unterton haben, lieben, kann ich Apartment 23 absolut weiterempfehlen. Man kann diese Serie bestens schauen, während man siebenhundert Dinge erledigt, ohne das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen. Richtig gut, wenn jemand dasselbe Zeitproblem hat: Eine Folge dauert in etwa zwanzig Minuten.

Es geht um…
June Colburn, ein typisches Kleinstadtmädchen, das mit Collegeabschluss, hohen Erwartungen und großen Träumen im Gepäck nach New York City kommt, um mit hochgekrempelten Ärmeln ihren Traumjob zu beginnen und ihr Traum-Apartment zu beziehen. Und auch wenn beides unter Dach und Fach zu sein scheint, kommt das Leben dazwischen, eins führt zum anderen und am Ende ihres ersten Tages steht June ohne Job und ohne Apartment mitten in New York City. Und landet so in Apartment 23, bei der partyverrückten Chloe, die June so schnell wie möglich wieder loswerden möchte - natürlich, ohne das diese die im Vorhinein bezahlte Miete zurückfordert. Um das zu schaffen, kennt sie auch keine Tabus, auch vor Sex mit Junes Verlobtem schreckt sie nicht zurück. Und das ist erst der Anfang einer irren Freundschaft.

Apartment 23 ist großartig…
allein schon wegen Krysten Ritter. Ich habe sie in Gilmore Girls lieben gelernt und diese Begeisterung hat sie durch ihre Rolle als Chloe nur verstärkt. Dieser Charakter ist einfach genial, ich finde die Witze großartig, auch wenn ich mich bei ab und zu schon gefragt habe Geht das noch.?. Aber doch, das geht. Der Kontrast zwischen der vorlauten Chloe, die einen Fick drauf gibt, was andere von ihr denken, und der höflichen, braven, ehrgeizigen June, die nirgends anecken möchte, gibt schon Stoff genug, um noch eine Staffel mit Witzen zu füllen. Dazu kommt noch James van der Beek (Dawson’s Creek), der sich sozusagen selbst spielt und als solcher ein arroganter Lackaffe ist – großartig.

Wenn also jemand nach einer lustigen Serie für nebenbei im Stil von 2 Broke Girls und New Girl sucht: In Apartment 23 werdet ihr sie finden.


Bilder via google.com 

Sonntag, 11. Juni 2017

Welt in rosarot


Hast du schon mal jemandem tief in die Augen gesehen, und dich gefragt, wie ein Moment so perfekt sein kann? Nicht die romantische Art von perfekt, eher dieses überwältigende Gefühl, ins Leben verliebt zu sein. Wenn ein Moment so großartig ist, dass du nicht glauben kannst, dass er real ist. Und eigentlich damit rechnest gleich die Augen aufzuschlagen und an die immer gleiche weiße Decke zu starren, aufzuwachen und zu bemerken, dass dieser Moment ein Traum war. Ich schließe meine Augen und atme, warte ab, ich fürchte, du bist weg, und ich öffne sie wieder und meine Welt ist noch immer in Rosarot getaucht.

Zeit bleibt stehen und rast, aber sie ist immer großartig, du bist da. Wirklich da.

Du fragst mich, was ich denke. „Dich dürfte es so gar nicht geben“, flüstere ich in deine Schulter. Dieser Augenblick fühlt sich so unglaublich leise an, obwohl mein Herz schmerzhaft laut pocht und der Bass der Musik aus dem Nebenraum deutlich hörbar ist. Du bist Filmmomente, solche, von denen man immer glaubt, irgendein hoffnungsloser Vollidiot von Romantiker hat sie erfunden in der Hoffnung, irgendjemand nimmt sich ein Beispiel daran und behandelt ihn genau so. Mit dir, da passiert das einfach, ohne es zu versuchen, färbt sich die Welt rosa, und ich weiß, könnte ich dir in die Augen sehen und klar denken, wäre mein erster Weg der ins Klo, um zu kotzen.

Du und ich, dieses Wir, das kommt mir schon irgendwie besonders vor.

Aber ich mag dieses Rosa, ich mag dieses Rosa nicht nur, es ist irgendwie so ein bisschen meine Lieblingsfarbe geworden, und manchmal will ich, dass die Welt sich mir nie wieder ohne Kitsch-Filter zeigt. Mit ihm sieht alles so schön aus, ein bisschen verträumt, ohne naiv zu sein. Ich will einen Film nur mit unseren Momenten, ohne Ton, ohne Hintergrund, nur wir beide in dieser Welt in Zuckerwattefarben. Vielleicht sollte ich Angst haben, weglaufen, Beine in die Hand und auf und davon, aber ich habe keine Angst mehr, behalte die Beine am Boden, dort oben kurz vor Wolke sieben.

Du fühlst dich nach Zuhause an.

Und hier bei dir, da bin ich zu Hause, da fühle ich mich frei und muss lächeln, grundlos, die Augen geschlossen und das Gesicht Richtung Himmel. Und ich denke darüber nach, ob das nicht total übertrieben ist. Ob es nicht daran liegt, wie rosa diese Welt zurzeit ist. Aber irgendwie …nein, es ist einfach. Mit dir kann ich immer ich sein, ohne das Gefühl irgendein so sein zu müssen. Wenn ich deine Hand suche, nimmst du meine. Wenn du meine Hand suchst, nehme ich deine. Wenn unsere Hände einander nicht suchen, tun sie es nicht. Und es spielt keine Rolle, weil es sich in jedem Fall richtig anfühlt.

Und mit dir, da muss nichts passend gemacht werden.

Ich bin dabei. Sonnenbrillen auf, ganz laut Musik an und die Welt erobern. Zumindest die rosarote.

We can get married tonight if you really wanna
Me in a cheap suit like a sleazy lawyer
And if you break this lil' heart, it'd be an honor
troye sivan | for him



Mittwoch, 7. Juni 2017

Pseudopoesie #1

Marokko, Februar 2017

Und manchmal weiß ich nicht genau, 
wohin ich will, verirre mich, 
treibe so ein bisschen umher zwischen warmem 
Sommerwind und Wasser um die Knöchel.
Und wahrscheinlich ist das schon ganz okay so.